Grüne Bürgerenergie für Afrika – Senegal

Die Grüne Bürgerenergie für Afrika (GBE) ist eine vom Bundesministerium für Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ins Leben gerufene Initiative, die Bürgerinnen und Bürgern in Subsahara-Afrika innovative technische und finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung von dezentralen erneuerbaren Energiesystemen, insbesondere Photovoltaikanlagen, anbietet. Ziel der Initiative ist es, durch die Einbindung lokaler Akteure und privater Investoren die Versorgung mit Elektrizität für den produktiven Einsatz sowie für soziale Einrichtungen im ländlichen Raum zu unterstützen, und dadurch örtliche Lebensgrundlagen und Haushaltseinkommen zu verbessern.

Die GBE wird in neun Ländern Subsahara-Afrikas umgesetzt, darunter auch im Senegal, wo die Förderung des Einsatzes von Solartechnologien in Wertschöpfungsketten (Landwirtschaft, Viehzucht, Fischerei, etc.) eine Priorität darstellt. In Zusammenarbeit mit privaten und öffentlichen Partnern entwickeln wir nachhaltige Projekte, stärken Partnerschaften zwischen Europa und Afrika und schulen Bürger im landesweiten Einsatz von Solartechnologie. Im Senegal wird die GBE die Bevölkerung bei der Verbesserung ihrer Lebensbedingungen unter anderem dadurch unterstützen, dass erneuerbare Energietechnologien für einkommensschaffende Aktivitäten genutzt werden. Unternehmen und private Unternehmer werden ermutigt, die Qualität ihrer Dienstleistungen und Produkte zu optimieren. Darüber hinaus wird die GBE auch soziale Einrichtungen bei der Anschaffung von dezentralen erneuerbaren Energiesystemen unterstützen.

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Wussten Sie schon, dass … ?

… etwa 36% der senegalesischen Haushalte keinen Anschluss an das Stromnetz haben?

… mehr als 56 % der Bevölkerung in den ländlichen Gebieten Senegals keinen Zugang zu Strom haben?

… mehr als die Hälfte (genauer 53 %) der Menschen im Senegal in ländlichen Gebieten leben?

… die netzunabhängige Elektrifizierung eine politische Priorität für die senegalesische Regierung ist, die sich verpflichtet hat, bis 2025 einen universellen Zugang zu Elektrizität zu erreichen?

Wie wir arbeiten

Um seine Ziele zu erreichen, wird die GBE in Senegal eng mit bestehenden GIZ-Programmen, die bereits vor Ort im Bereich der erneuerbaren Energien aktiv sind, zusammenarbeiten, insbesondere mit der Ländermaßnahme des globalen Programms Energizing Development (EnDev), sowie dem Sustainable Energy Program (PED) und anderen bilateralen Projekten. Dabei werden wir unter anderem auf die Erfahrungen dieser Programme im Bereich der produktiven Energienutzung aufbauen, um unsere Vorhaben schnell und gezielt umsetzen zu können. Zielgruppen des Projekts im ländlichen Senegal sind Unternehmen, Kooperativen und soziale Einrichtungen. Durch Training und Coaching will die GBE in Senegal die betriebswirtschaftlichen Kompetenzen der Akteure stärken, die oft entweder Mini-grid-Nutzer sind, oder selbst in netzunabhängige Solaranlagen investiert haben. Auch Pay-As-You-Go (PAYG)-Unternehmen und Kooperativen, die Projekte im Bereich der produktiven Nutzung planen, werden bei der Projektentwicklung und bei der Erstellung der notwendigen Unterlagen für die Kreditbeantragung unterstützt. Um die Rahmenbedingungen für die produktive Nutzung von dezentralen erneuerbaren Energiesystemen zu verbessern, werden Maßnahmen zur Vernetzung der betroffenen Akteure ergriffen.

Praktische Erfahrungen

Im Senegal will die GBE an die positiven gesammelten Erfahrungen des globalen Programms Energizing Development (EnDev) und des bilateralen Programms Sustainable Energy (PED) anknüpfen.

EnDev hat durch seine Komponente Ländliche Elektrifizierung die Elektrifizierung mehrerer Dörfer durch hybride Mini-Kraftwerke (Solar/Diesel), individuelle Solarsysteme (SHS) und den Anschluss an das Mittelspannungsnetz unterstützt. Geeignete Personen, die aus den Dörfern ausgewählt wurden, konnten durch das Programm als Wartungstechniker ausgebildet werden und damit die grundlegende tägliche Wartung der Anlagen sicherstellen.

Durch die Ermöglichung produktiver Energienutzung in diesen Dörfern, den Anschluss an Mini-grids oder die Elektrifizierung durch Einzelsysteme können einkommensschaffende Aktivitäten entwickelt werden.

Ferner hat das Sustainable Energy Program Pilotaktivitäten entwickelt, die durch private Initiativen und Finanzierungen durch den Bankensektor ausgeweitet werden können.