Der Kleinprojektefonds

Der Kleinprojektefonds (KPF) bietet gemeinnützigen Organisationen finanzielle Unterstützung zur Durchführung ihrer Projektideen im Bereich dezentrale erneuerbare Energien. Der Fonds steht Ansätzen offen, die in Afrika südlich der Sahara angesiedelt sind und zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen.

Gesucht werden konkrete Lösungen, die auf einen lokalen Bedarf reagieren. Die erwarteten Auswirkungen und der wahrscheinliche Erfolg der vorgeschlagenen Lösungen zur Überwindung sozialer, ökologischer und/oder ökonomischer Herausforderungen im Energiesektor werden von einem Bewertungsausschuss analysiert. Ein besonderer Fokus liegt auf der Nachhaltigkeit im Sinne von Wirkungen über den Projektzeitrahmen hinaus. Weitere thematische Schwerpunkte sind Ausbildung, produktive Energienutzung, Elektrifizierung der sozialen Infrastruktur und Partnerschaften.

Der Fonds priorisiert strombasierte Lösungen aus den neun Schwerpunktländern der Initiative. Diese sind: ÄthiopienBeninGhanaCôte d’IvoireMosambikNamibia, Sambia, Senegal, und Uganda. 

Das Verfahren – so bewerben Sie sich

Das Antragsverfahren ist in zwei Schritte unterteilt:

  1. Sie füllen die Unterlagen aus (Vorlagen finden Sie am Ende dieser Seite) und schicken die vollständigen Dokumente an: buergerenergie@giz.de.

    Auf Grundlage dieser Unterlagen prüft ein Entscheidungsgremium des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), ob Ihr Projekt im Rahmen des Kleinprojektefonds förderungswürdig ist oder nicht. Der Entscheidungsprozess basiert auf den unten aufgeführten Bedingungen und Auswahlkriterien.

  2. Antragsteller von Projekten, die für förderfähig befunden wurden, werden dann aufgefordert, einen Vollantrag zu erstellen. Dieser muss den Qualitätsansprüchen und Fördervoraussetzungen des Kleinprojektefonds entsprechen. Das BMZ kann die Förderzusage jederzeit entziehen.

Sobald der Vertrag unterzeichnet ist, können die Antragsteller ihr Kleinprojekt umsetzen. Am Ende des Projekts ist eine Evaluierung vorgesehen.

Termine

Die letzte Sitzung des Entscheidungsgremiums wird am 1. Dezember 2021 stattfinden.

Bitte beachten Sie, dass Ihr Projektantrag nur berücksichtigt werden kann, wenn er mindestens einen Monat vorher (1. November 2021) eingereicht wird.

Teilnahmebedingungen und Kriterien

Bedingungen, die Antragsteller und Mitantragsteller erfüllen müssen:

  • Der Antragsteller muss einen festen Standort (Sitz) im Zielland haben und dort seit mindestens drei Jahren in inhaltlich ähnlichen Projekten tätig sein.
  • Der Antragsteller muss eine juristische Person sein, die als Organisation oder Institution rechtsfähig ist und gemeinnützig handelt.
  • Die beabsichtigte Mittelverwendung muss zur Erreichung eines steuerbegünstigten Zwecks (z.B. für das Gemeinwohl) geeignet sein. 
  • Wenn der Antragsteller plant, die Mittel selbstständig zu verwalten, muss ein geeignetes Buchhaltungssystem mit qualifiziertem Personal vorhanden sein. Falls die Organisation nicht über ein Buchhaltungssystem verfügt, kann die Buchhaltung über eine Partnerschaft mit einer anderen Organisation organisiert werden, die über ein solches System verfügt.
  • Gegen die Führungskräfte des Antragstellers dürfen weder Korruptionsvorwürfe vorliegen noch Ermittlungen laufen. Die Antragsteller und die betreffenden Aktivitäten dürfen nicht gegen die Sanktionsregelung der Vereinten Nationen oder der Europäischen Union verstoßen.
  • Nur vollständige Bewerbungen können berücksichtigt werden.

    Die Teilnahmebedingungen und Kriterien finden Sie auch hier als PDF zum herunterladen:

    Kriterien, die das Projekt erfüllen muss:

    • Die Zielregion des Projekts muss in Subsahara-Afrika Die Projekte werden in erster Linie in den Schwerpunktländern der Initiative unterstützt, also in Äthiopien, Benin, Elfenbeinküste, Ghana, Mosambik, Namibia, Sambia, Senegal und Uganda.

    Neben den Schwerpunktländern können auch Projekte in Ländern mit einem GIZ-Länderbüro und -Energieprogramm gefördert werden. Dazu gehören:
    Kenia, Liberia, Madagaskar, Malawi, Mali, Nigeria, Ruanda, Sierra Leone, Südafrika und Togo.

    Für alle anderen Länder sind Förderungen nur an sehr erfahrene Organisationen möglich, die GIZ Grant Agreements abwickeln können. 

    • Das Projekt muss auf den Bereich dezentrale Energieversorgung. Projekte zur Kochenergie werden vom Kleinprojektefonds nicht gefördert.
    • Die Installation von Anlagen und Systemen können nur finanziert werden, wenn die Technologien ein Mittel zum Zweck sind und beispielsweise dem Bau einer Anlage zu Ausbildungszwecken dient.
    • Kooperation ist ein Schlüsselelement der Initiative und muss in das Projekt integriert werden. Der Projektantrag muss klar darlegen, wie lokale Akteure, z.B. Kommunen oder Gemeinderäte einbezogen werden. Die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und Akteuren ist ein besonderes Augenmerk des Entscheidungsgremiums.
    • Das Projekt muss einen lokalen Bedarf adressieren. Die lokale Zielgruppe muss klar definiert sein und so aktiv wie möglich einbezogen werden.
    • Ziele und Aktivitäten müssen klar definiert und messbar sein.
    • Das Projekt muss eine nachhaltige Wirkung und nachhaltige Ergebnisse anstreben und in der Lage sein, sich über den Förderzeitraum hinaus selbst zu tragen. Eigenständige Machbarkeitsstudien und Bedarfsanalysen können nicht aus dem Kleinprojektefonds finanziert werden.
    • Das Projektmanagement muss klar definiert sein und effizient, unabhängig und effektiv arbeiten.
    • Das Budget muss plausibel und den Zielen des Projekts angemessen sein.
    • Spätestes Projektende ist Juni 2023.
    • Beiträge aus dem Kleinprojektefonds können bis zu 80 Prozent der gesamten Projektkosten decken und dürfen 200.000 Euro nicht überschreiten. Sachleistungen der Antragsteller werden als Beiträge akzeptiert.
    • Alle zu finanzierenden Maßnahmen sind nachvollziehbar zu benennen. Baumaßnahmen müssen detailliert beschrieben werden.
    • Voraussetzung für eine Förderung ist die Zustimmung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

    Starten Sie jetzt Ihren Projektantrag!

    Bitte nutzen Sie zum Einreichen Ihres Projektvorschlags die nachfolgenden Dokumente. Wir benötigen:

    A) Die Unterlagen, die im administrativen Profil beschrieben sind, um ihre Organisation einschätzen zu können.

    B) Ihren Projektvorschlag um ihren Ansatz auswerten zu können.

    C) Ihr Projektbudget um ihre Kalkulation zu prüfen und mit anderen Vorschlägen zu vergleichen.

      Bewerbungsformulare

      Alle Formulare stehen zum Download für Sie bereit. Folgen Sie bitte den Hinweisen innerhalb der Dokumente.

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      Nutzen Sie gerne unsere Checkliste, um zu prüfen ob Ihre Unterlagen vollständig sind:

      Wir freuen uns über Ihren Projektantrag an buergerenergie@giz.de

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