Erste Ernte im Schulungsgarten für solare Bewässerung in Gulu

Nur wenige Monate nach seiner Einrichtung am GIZ-Büro in Gulu, brachte der Schulungsgarten für solarbetriebene Bewässerungssysteme der GBE Uganda einen ersten reichen Ertrag an Tomaten, Kohl und anderem Gemüse hervor. Erste Schulungen für Landwirte sollen im April beginnen.

Die Steigerung produktiver Nutzung erneuerbarer Energien in ländlichen Gebieten ist eines der Kernziele der Grünen Bürgerenergie (GBE). Solarbetriebene Bewässerungssysteme (Solar Powered Irrigation Systems, SPIS) sind dabei eine Schlüsseltechnologie, denn sie lindern den Wasserstress und reduzieren den Zeitaufwand für manuelle Bewässerung. Demonstrationsanlagen sind eine hervorragende Möglichkeit, dieses Wissen effektiv zu vermitteln.

GBE Uganda hat daher im vergangenen Jahr einen ersten SPIS-Demo-Garten am GIZ-Büro Gulu, im Norden Ugandas, angelegt. Er umfasst zwei Wassergewinnungsspeicher, zwei Drucktanks auf erhöhten Ständern für das Tropfbewässerungssystem und zwei Gemüsegärten mit sechs Beeten und 12 über den Boden verlaufenden Tropfschläuchen. Außerdem gibt es ein Gewächshaus, einen Schulungspavillon und zwei Solarpumpen zur Umwälzung. Sechs Gemüsesorten (Tomaten, zwei Kohlsorten, Auberginen, grüner Paprika, Eierfrucht) wurden angepflanzt, und zeigen durch ihr prächtiges Gedeihen unmittelbar die Vorteile der solaren Bewässerung auf.

Die Anlage bietet eine ideale Gelegenheit für Schulungen und um Besuchern die Möglichkeiten der Solarbewässerung näherzubringen. Außerdem ist es im Freien einfacher, die aktuellen COVID19-Vorschriften einzuhalten. Die ersten Schulungen für insgesamt 150 Anwender*innen und 120 Techniker*innen sind im April 2021 geplant.

Ein zweiter Demonstrationsgarten wird derzeit an der Daniel-Comboni-Berufsschule, ebenfalls im Bezirk Gulu, aufgebaut. Potenziell könnten fünf weitere solcher Gärten mit Bäuerinnengruppen in Zusammenarbeit mit der NGO African Women Rising (AWR) entstehen, um besonders Frauen beim Zugang zu dezentralen erneuerbaren Energien zu fördern.

„Diese fantastische erste Ernte am GIZ-Büro in Gulu, die z. B. fast 200 kg Tomaten und 70 kg Kohl in weniger als einem Monat einbrachte, ist eine tolle Motivation weiterzumachen“, sagt Lukia Nabawanuka, technische Beraterin der GBE Uganda.