Geschäftsfeld erneuerbare Energien: Alumni-Netzwerk unterstützt junge Afrikaner*innen

Afrikanische Alumni können wichtige Multiplikator*innen bei der Verbreitung von erneuerbaren Energien und dezentralen Energielösungen in ihren Ländern sein. Das Network and Support for African Professionals (ANSAP) organisiert – unterstützt von Grüne Bürgerenergie – den Know-how-Transfer und hilft ihnen, eigene Geschäftsideen zu entwickeln. 15 haben im Januar virtuell gepitcht.

Erneuerbare Energien und die damit verbundenen Lösungen bieten afrikanischen Volkswirtschaften die Möglichkeit, ihren Energiehunger zu stillen, ländliche Regionen zu versorgen und dadurch ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum mit guten Jobs und Arbeitsplätzen aufzubauen. Viele junge Studierende und Fachkräfte aus Afrika haben deshalb an Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen in Deutschland studiert oder eine Ausbildung in den Bereichen erneuerbare Energien und Energieeffizienz durchlaufen, oder tun es noch.

Sie sind – wenn sie in ihre Länder zurückkehren – ideale Multiplikator*innen und Entwickler*innen dieses Wirtschaftsbereichs – und damit extrem wichtig für die jungen Volkswirtschaften ihrer Länder. Um in der Heimat einen Job zu finden oder selbst ein Unternehmen zu gründen, können Alumni-Netzwerke eine herausragende Rolle spielen. Deshalb unterstützt die Grüne Bürgerenergie das Alumni Network and Support for African Professionals (ANSAP).

ANSAP unterstützt Mentees aus neun afrikanischen Ländern dabei, ihre Netzwerke in Afrika und Deutschland auszubauen, sich auszutauschen und fördert sie dabei, eigene Geschäftsideen zu entwickeln und diesen potenziellen Investor*innen zu präsentieren.

Das Netzwerk hat im vergangenen Jahr ein Coaching für Alumni ausgeschrieben. Die eingereichten Geschäftsideen deckten viele Bereiche ab. Ein Gremium wählte 15 Alumni aus, darunter zwei Frauen. Die Alumni kommen aus Äthiopien, Ghana, Uganda, Benin, Sambia, Nigeria, Tunesien und Kenia. Alle entwickelten ihre Business-Pläne mit der Hilfe von Coaches weiter, so dass sie diese bei Banken einreichen können – oder bei Pitches um Geldmittel bei Investor*innen werben zu können.

Am 20. Januar 2022 präsentierten die 15 Alumni ihre Ideen einem Expertengremium, darunter auch den beiden Energiebeauftragten des BMZ für Afrika, Bärbel Höhn und Josef Göppel sowie Vertreter*innen von Organisationen und Finanzinstitutionen. Vorerst bleiben die Geschäftsideen geheim, damit die künftigen Unternehmer*innen Zeit haben, ihre Ideen praktisch umzusetzen. Herausragende Businesspläne will das Netzwerk aber später auf ihrem Portal veröffentlichen, damit sich die Alumni dort um weitere Investor*innen werben können.

ANSAP plant weitere Mentoring-Programme, Workshops und Online-Schulungen. Damit will es mehr Mitglieder für das Netzwerk werben, denn je mehr sich in ANSAP engagieren, desto wertvoller wird das Netzwerk für seine Mitglieder und desto wirkungsmächtiger kann das Netzwerk die Entwicklung der erneuerbaren Energien in den Ländern beeinflussen.

Die beiden Energiebeauftragten Bärbel Höhn und Josef Göppel haben die Schirmherrschaft für ANSAP übernommen. Organisiert wird das Alumni-Netzwerk von der RENAC energy & climate gGmbH.