Strom für IT-Räume in fünf Schulen

Die Herausforderung

Die Kluft zwischen städtischen und ländlichen Gebieten in Sambia ist groß. Das gilt auch für die Versorgung mit Elektrizität. 60 Prozent der Menschen leben im ländlichen Raum, nur vier Prozent haben Zugang zu Elektrizität. Als Folge ist die ländliche Bevölkerung von grundlegenden Dienstleistungen ausgeschlossen. Das gilt für die Gesundheitsversorgung, aber vor allem auch für den Zugang zu einer adäquaten Schulbildung. Ohne Strom können Schüler*innen weder im Internet recherchieren noch grundlegende IT-Fähigkeiten erwerben, was ihre Zukunftsperspektiven erheblich schmälert. Davon betroffen sind gerade auch Schüler*innen im östlich gelegenen Chipangali-Distrikt, der 650 Kilometer östlich der Hauptstadt an der Grenze zu Malawi liegt.

Das Ziel

Um die Bildungsangebote von Schüler*innen in diesem Distrikt zu verbessern, will die Nichtregierungsorganisation (NGO) Pamodzi Ndi Ana fünf Schulen mit IT-Räume ausstatten, Computer, Bildschirme und Equipment anschaffen und für die Stromversorgung Photovoltaik-Anlagen installieren. Insgesamt sollen von den Maßnahmen nicht nur rund 2.400 Schüler*innen profitieren, sondern auch die 15 Lehrer*innen und die Bevölkerung vor Ort.

Unsere Partner

Pamodzi Ndi Ana (PNA) engagiert sich seit 2006 für Frauen, Kinder und Jugendliche im Osten von Sambia. Die Gründer der Organisation verfügen über langjährige Erfahrung in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. So implementierte die NGO bereits ein EU-finanziertes Projekt zur Verbesserung des Zugangs zu Bildung, Elektrizität sowie sanitären Anlagen in 26 Gemeindeschulen im Bezirk Chipata. Für die Umsetzung des Kleinprojekts arbeitet PNA eng mit dem District Education Office Secretary (DEBS) Chipangali zusammen, das lokale Büro des Ministeriums für allgemeine Bildung. Als dritter Partner fungieren die ausgewählten Schulen, sprich eine Grund- und vier Sekundarschulen.

So wird vorgegangen

Um das Bildungsniveau an den fünf ausgewählten Schulen zu verbessern, wird PNA sie mit insgesamt 15 Computern, fünf Druckern und fünf Projektoren ausstatten und die fünf IT-Räume der Schulen ans Internet anschließen. Für die Stromversorgung plant PNA die Anschaffung je einer Photovoltaik-Anlage pro Schule. Um diese bedarfsgerecht auszulegen und fachgerecht zu installieren, plant PNA die Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Unternehmen, welches die PV-Anlagen anschließend auch warten und instand halten soll. Zudem werden mindestens zwei Personen pro Standort in den technischen Grundlagen zur Wartung und Überwachung der Solarsysteme geschult und eine verantwortliche Person pro IT-Raum benannt. Die Dorfbewohner beteiligen sich am Bau der IT-Räume. Um die Lage der Lehrerenden zu verbessern, werden 15 von den Schulen gestellte Wohnhäuser ebenfalls mit 12-Volt-Systemen inklusive Batterien auf Pre-Paid-Basis ausgestattet. So will das Projekt die Lage der Lehrerenden und damit die Qualität des Unterrichts verbessern. Die IT-Räume werden neben ihrer schulischen Nutzung zugleich der Bevölkerung als öffentlicher IT-Dienst zur Verfügung stehen. Die Bewohner*innen können dadurch im Internet surfen, Mobiltelefone aufladen, drucken und scannen.

Region
Chipangali-Distrikt
Fokus
Soziale Infrastruktur & Ausbildung und Sensibilisierung
Zielgruppe
Schüler*innen, Lehrer*innen, lokale Bevölkerung
Laufzeit
01.12.2021-30.11.2022