Train the trainer: Solartechnologie lernen, um sie anschließend selbst zu lehren

Berufsschullehrer aus afrikanischen Partnerländern der Grünen Bürgerenergie lernen in Weiterbildungskursen im bayrischen Wildpoldsried, wie sie ein autarkes batteriegestütztes Solarstromnetz für Gebäude entwerfen, bauen und betreiben. Anschließend bringen sie ihr neues Wissen angehenden Solar-Techniker*innen in ihren Heimatländern bei.

Zwölf afrikanische Berufsschullehrer*innen aus Uganda, Ghana, Kamerun, Äthiopien, Sambia, Kenia und Ruanda haben Anfang März das zweite Modul des beruflichen Weiterbildungskurses Planning, construction and operation of battery-buffered PV systems abgeschlossen. Jetzt können sie nicht nur selbst Anlagen konstruieren und installieren. Sie sind vor allem in der Lage, ihr Wissen an Berufsschulen in ihren Heimatländern an Schüler*innen weiterzugeben.

Am 12.Juni startete der zweite Durchlauf des Kurses für zwölf weitere Berufsschulehrer*innen aus den Partnerländern der Grünen Bürgerenergie.

Der Kurs ist Teil eines modularen Fortbildungsprogramms, mit dem VET4Africa, das bayrische Energiedorf Wildpoldsried und das Berufliche Fortbildungszentrum der Bayrischen Wirtschaft (BBW) bis Oktober über 200 Berufsschullehrer*innen aus den Partnerländern der Grünen Bürgerenergie (GBE) in Solarenergie beruflich weiterbildet. Die GBE unterstützt das Programm finanziell.

In einer Kombination aus theoretischem Wissen, praktischer Arbeit sowie einem Schwerpunkt auf pädagogische Konzepte und Spaß an der Technik bringen die Dozent*innen ihren afrikanischen Kolleg*innen in zwei zweiwöchigen Modulen das Handwerkszeug bei, mit dem sie selbst zu souveränen Ausbilder*innen von Solar-Techniker*innen werden.

Um an den Präsenzkursen in dem Energiedorf Wildpoldsried teilnehmen zu können, mussten die afrikanischen Solar-Trainer*innen einen Eingangstest absolvieren und in Interviews darlegen, dass sie die Richtigen sind. Sie verpflichteten sich außerdem dazu, mindestens 30 angehende Spezialist*innen in ihrem Heimatland auszubilden. Dabei werden sie auch vor Ort weiterhin unterstützt. In der Regel reisen zwei deutsche Berufsschullehrer*innen der Fortbildungskurse als Mentoren zu ihren Mentees nach Afrika, um sie bei der Umsetzung des Trainingskonzeptes zu unterstützen.