Solarpumpen sichern Ernten, Einkommen und Existenzen im Norden Tansanias

Wo der Regen ausbleibt, sichern solarbetriebene Wasserpumpen das Überleben von Kleinbäuer*innen. Die Technologie ist wartungsarm und eröffnet den Menschen zahlreiche Chancen, wie ein Beispiel aus Tansania zeigt.

An guten Tagen können die Bewohner*innen von Mkombozi, Ngosero und Kilima Mbogo die Spitze des Kilimandscharo sehen. Wie sich der Klimawandel im Norden Tansanias anfühlt, das wissen sie dort genau. Es fällt noch weniger Regen als üblich und wo früher Bäche plätscherten, ist es immer häufiger staubtrocken. Doch ohne genügend Regen können die Menschen ihre Felder nicht bestellen. Einzige mögliche Alternative zum Regen ist das Grundwasser.

Deshalb fördert die Grüne Bürgerenergie (GBE) das solare Bewässerungsprojekt des Climate Action Network Tansania (CAN-TZ). Das Projekt im Norden Tansanias will Grundwasser mit Hilfe von mindestens sechs solarbetriebenen Pumpen fördern, die kostengünstig arbeiten, weil sie die Energie der Sonne nutzen und ohne viel Wartung auskommen. 

Mit den Pumpen können etwa 6.000 Kleinbäuer*innen aus den drei Dörfern rund 970 Hektar bewirtschaften und ihre Felder sogar das ganze Jahr über bewässern. Das hat viele Vorteile: Getreide und Gemüse verdorren nicht. Stattdessen können Bäuerinnen und Bauern ihre Ernten steigern, Überschüsse vermarkten und darüber höhere Einkommen erzielen. Das Projekt macht sie somit resilienter gegenüber Klimawandel und Trockenheit.

Das Projekt setzt CAN-TZ in enger Zusammenarbeit mit den Bewohnerinnen und Bewohnern um. In einer Dorfversammlung haben die Mitarbeiter*innen der Organisation über das Projekt informiert, ein gemeinsamer Lenkungsausschuss überwacht die Arbeiten. In diesem sitzen neben Bäuerinnen, Bauern und Mitgliedern der Wassergruppen auch Mitglieder von CAN-TZ und dem Bezirksrat. Letztere zeigen sich über das Projekt hocherfreut, denn 60 Prozent der Nutznießer sind Frauen und Jugendliche.

Die Mitarbeiter*innen von CAN-TZ installieren die solaren Wasserpumpen nicht nur, sondern bilden auch Technikerinnen und Techniker aus, damit diese die Anlagen warten können. Außerdem organisieren und schulen sie Wassernutzergruppen.