GBE Senegal und LVIA unterstützen 600 Frauen

Sonnenenergie unterstützt sechs Frauengruppen bei der Aufwertung ihrer Verarbeitungsstellen für Getreide. GBE und LVIA unterstützen die Entwicklung von profitablen Betrieben durch Schulungen und Coachings.

In der Region Thiès ist Getreide- und Gemüsewirtschaft einer der Hauptwirtschaftszweige. Fehlende Möglichkeiten der Konservierung oder Weiterverarbeitung machen große Teile jedoch schnell unbrauchbar. Aber selbst, wenn eine Weiterverarbeitung vor Ort möglich wäre, ist dies in ländlichen Regionen, die nicht oder nur teilweise an das nationale Stromnetz angeschlossen sind, aufgrund hoher Dieselkosten unwirtschaftlich. Vorhandene Weiterverarbeitungsstätten, wie beispielsweise in den Gemeinden Koul und Merina Dakhar, sind daher nur schwach ausgelastet und Mühlen und Schälmaschinen werden wirtschaftlich betrieben. Eine positive wirtschaftliche Entwicklung ist nicht auch perspektivisch nicht möglich, da hohe Produktionskosten den Gewinnen aus dem Verkauf von Maismehl oder beispielsweise Reis entgegenstehen.

Dieser Situation muss Abhilfe geschaffen, die Weiterverarbeitungsstellen müssen aufgewertet und die Frauengruppen in die Lage versetzt werden, wirtschaftlich arbeiten zu können. Deshalb unterstützt GBE Senegal zusammen mit der italienischen gemeinnützigen Organisation LVIA das Projekt ESPERE „Solarenergie für die soziale und wirtschaftliche Stärkung von Frauen in den Kommunen von Koul und Merina Dakhar“: PV-Anlagen für die Verarbeitungsstellen, solarbetriebene Mühlen und Schälmaschinen anstatt der Einsatz von Diesel allerorten sowie Schulungen und Coachings der verantwortlichen Frauengruppen bei der Erstellung von Businessplänen – das sind die Leitlinien des Projekts bis August 2022.

Das besondere Hauptaugenmerk der deutsch-italienischen Kooperation auf Frauengruppen stärkt deren ökonomische und soziale Stellung, um ihre Einkommen zu steigern und zu verstetigen. Zusätzlich werden durch das Projekt sechs Schulen und drei Gesundheitszentren mit PV-Anlagen ausgestattet, was einem großen Anteil der örtlichen Bevölkerung zugutekommt. ESPERE unterstützt somit circa 600 Frauen direkt und über 12000 Personen indirekt.