Bessere Wertschöpfungsketten in der afrikanischen Landwirtschaft

Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer des derzeitigen Postgraduiertenkurs „Food Chains in Agriculture“ gemeinsam Dr. Bernd Müller, Koordinator des Postgraduierte Training Course Food Chains in Agriculture (links), Josef Göppel, Energiebeauftragter des BMZ für Afrika (Mitte) und Professor Dr. Ralf Schlauderer, Head of HSWT International School (rechts)

Der fünfmonatige Postgraduiertenkurs „Food Chains in Agriculture“ fördert noch bis 2023 jährlich gut 25 afrikanische Masterabsolvent*innen mit dem Ziel, landwirtschaftliche Wertschöpfungsketten in ihrer Komplexität zu verstehen. Jetzt besuchte Josef Göppel, der Energiebeauftragte des BMZ für Afrika, die diesjährigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT).

Der Postgraduiertenkurs ist Teil des Ausbildungspaktes mit Afrika, zu dem sich mehrere Hochschulen afrikanischer Länder mit der HSWT zusammengeschlossen haben. Die GIZ för­dert die Kooperation im Rahmen des Globalvorhabens Grüne Innovationszentren in der Agrar- und Ernährungswirtschaft (GIAE), finanziert durch das Bundesministerium für wirt­schaftliche Zusammenarbeit (BMZ). Derzeit besteht das Netzwerk aus sieben Partnern. Es wird stetig erweitert.

Josef Göppel, Energiebeauftragter des BMZ für Afrika und Botschafter für die Ministerinitia­tive Grüne Bürgerenergie für Afrika, traf nun mehrfach die derzeitigen 27 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Äthiopien, Benin, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Kenia, Mali, Nigeria, Togo und Tunesien und diskutiert mit Ihnen deren Projektideen zur Stärkung ländlicher Wertschöpfungsketten (siehe Foto). Die Teilnehmenden sind Anfang Juli nach Deutschland gekommen, um den Praxisteil des Kurses zu absolvieren und ihre Studienprojekte zu präsen­tieren. 10 der 27 Teilnehmenden haben während ihres Aufenthalts in Deutschland bereits konkrete lokal angepasste Aktivitäten entwickelt.

Während der Präsenzphase in Deutschland absolvieren die afrikanischen Postgraduierten ein abwechslungsreiches Programm mit dem Schwerpunkt Praxisorientierung. Auf dem Exkursi­onsprogramm standen verschiedene Gemüsebaubetriebe, konventionelle und biologische landwirtschaftliche Betriebe der Region, verarbeitende Betriebe, regenerative Energieunter­nehmen sowie der Aufbau einer Kleinbiogasanlage.

In der letzten Kurswoche präsentierten die Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer ihre in­dividuell erarbeiteten Studienprojekte, bevor sie diese in ihren Heimatländern in die Praxis umsetzen – etwa das Studienprojekt Herstellung von Briketts aus Kaffeeschalen zur Stärkung der Landfrauen in Äthiopien oder die Einführung von Solarkühlkammern zur Verringerung von Nachernteverlusten bei Tomaten im kenianischen Bezirk Machakos. Die BayWa Stiftung prämierte wie bereits 2019 die sechs besten Studienprojekte.

Nach der Rückkehr in ihre Heimatländer suchen die Kursabsolventinnen und Absolventen ge­meinsam mit Institutionen der deutschen und internationalen Entwicklungszusammenarbeit Möglichkeiten für die praktischer Anwendung ihrer Projektvorschläge. Auch hier unterstützt die BayWa Stiftung die besten Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einem Preisgeld.