Challenge Call

Fristverlängerung bis zum 05. September 2021!

Mit dem sogenannten „Challenge Call“ sucht die GBE nach konkreten Lösungen für zwei spezifische Herausforderungen im Bereich des Energiezugangs: Steigerung der Nachhaltigkeit von Off-Grid-Systemen und Reduzierung von CO2-Emissionen durch Energiezugang.

Die erwartbare Wirkkraft und die Erfolgswahrscheinlichkeit der vorgeschlagenen Lösungen zur Bewältigung einer der beiden Herausforderungen werden von einem Bewertungskomitee analysiert. Diese Bewertung erfolgt auf der Grundlage der administrativen Förderfähigkeit und der technischen Eignung. Ein besonderes Augenmerk wird auf Nachhaltigkeit gelegt, d. h. es wird erwartet, dass die im Rahmen des Projekts angestrebten Verbesserungen über die Projektlaufzeit hinaus bestehen bleiben.

Ein Entscheidungsgremium, dem auch Vertreter des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) angehören, wählt schließlich die stärksten Vorschläge aus Ergebnissen des Bewertungskomitees aus.

Der Challenge Call ergänzt den bereits bestehenden  Kleinprojektefonds, der gemeinnützigen Organisationen finanzielle Unterstützung zur Umsetzung ihrer eigenen Projekte im Bereich erneuerbare Energien bietet. Beide sind Teil diverser Aktivitäten der GBE mit dem Ziel, das SDG 7 zu erreichen.

Zeitplan

Bitte beachten Sie, dass wir eine zusätzliche Frist von fünf Tagen für den Abschluss des Bewerbungsverfahrens eingeräumt haben. Der angepasste Zeitplan sieht nun wie folgt aus:

Wer kann sich bewerben?

Bei den Antragstellern muss es sich entweder um gemeinnützige Organisationen oder um lokale gewinnorientierte Organisationen im Durchführungsland handeln, die keine strukturelle Verbindungen zu gewinnorientierten Organisationen aus Industrieländern unterhalten.

Lösungen aus den neun Schwerpunktländern der Grünen Bürgerenergie (Äthiopien, Benin, Ghana, Côte d’Ivoire, Mosambik, Namibia, Senegal, Uganda und Sambia) werden priorisiert. Bewerbungen aus weiteren Ländern Subsahara-Afrikas sind jedoch ebenfalls willkommen.

Für weitere Informationen lesen Sie bitte sorgfältig die verlinkten Unterlagen.


 

Kontakt

Bitte richten Sie alle Anfragen zum Challenge Call an gbe-cc@gfa-group.de.

    

Wie funktioniert die Bewerbung?

Um das Bewerbungsverfahren zu vereinfachen, verwenden wir ein digitales Formular, welches von der AcceleratorApp bereitgestellt wird. Dies soll sicherstellen, dass Ihr Antrag vollständig ist.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die oben genannte Kontaktadresse. 

Mehr Informationen darüber, wie wir Ihre Daten verarbeiten, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung (EN).

Challenge 1

Steigerung der Nachhaltigkeit von Off-Grid-Systemen

In den Ländern Subsahara-Afrikas ist ein erheblicher Teil der netzunabhängigen Systeme wie Mini-Grids, Solar-Home-Systeme, Solarlaternen oder Geräte wie Solarpumpen, Kühlaggregate usw. entweder bereits funktionsunfähig oder davon bedroht. Dies hat sowohl negative sozioökonomische als auch ökologische Auswirkungen. Teilweise hohen Investitionskosten in Verbindung mit der Errichtung dieser Energiesysteme gehen verloren, obwohl für Reparatur und Wartung oft nur relativ geringe finanzielle Mittel erforderlich wären. Typische Gründe für diese Herausforderung sind:

  • Begrenzte finanzielle Mittel zur Bezahlung von Wartungs- und Reparaturleistungen
  • Mangel an qualifiziertem Personal zur Durchführung von Wartungs- und Reparaturarbeiten
  • Garantie- und Kundendienstleistungen nicht verfügbar oder werden nicht erfüllt
  • Mangel an Organisationen oder Dienstleistern, die sich mit Reparatur oder Wartung befassen.

Zur Bewältigung von Challenge 1 sollten die Projektansätze einen Bezug zu mindestens einem der unten beschriebenen Unterthemen aufweisen.

Wartung und Reparatur

Ihr Projekt unterhält oder repariert defekte Systeme auf nachhaltige Weise oder trägt zu institutionellen Lösungen bei, die diese Dienstleistungen ermöglichen.

Kapazitäten und Ausbildung

Ihr Projekt unterstützt die Ausbildung und Qualifizierung von Einzelpersonen (z.B. Technikerinnen oder Technikern) oder Organisationen zur Wartung oder Reparatur von netzunabhängigen Systemen in ländlichen Gebieten.

Garantie, Versicherung oder Kundendienst

Ihr Projekt unterstützt Kunden und Gemeinden im ländlichen Raum beim Zugang zu Kundendienstleistungen oder sucht nach Lösungen, um die Fähigkeit von Organisationen zu verbessern, diese zu erbringen.  

Systemüberwachung und -kommunikation

Ihr Projekt trägt zur Analyse der Systemleistung bei und hilft bei der (Fern-)Identifizierung und Bewertung von technischen Problemen.

Andere

Ihr Projekt behandelt ein Thema, das oben nicht aufgeführt ist, aber dennoch für Challenge 1 relevant ist. In diesem Fall geben Sie bitte das entsprechende Unterthema in Ihrem Antrag an.

Challenge 2

Reduzierung von CO2-Emissionen durch Energiezugang

Der Klimawandel erfordert die Verringerung der Treibhausgasemissionen in vielen Sektoren. In den Industrieländern hat dies dazu geführt, dass CO2-Zertifikate ein immer wertvolleres Gut werden. In vielen Teilen Afrikas südlich der Sahara hingegen besteht weiterhin ein großer Bedarf an grundlegender Stromversorgung für öffentliche Einrichtungen, Unternehmen und Haushalte. Klimafreundliche Technologien für erneuerbare Energien böten eine Möglichkeit der Elektrifizierung, ihre Verbreitung bleibt jedoch weit hinter Zielvorgaben zur Erreichung von  SDG 7. Wenn beide Nachfragetrends stärker miteinander verknüpft würden, hätten CO2-Zertifikate das Potenzial, zusätzliche Finanzierungsquellen für erneuerbare Energietechnologien zu erschließen, welche wiederum in CO2-Zertifikate umgewandelt werden könnten. Derzeit gibt es mehrere Hindernisse, die diese Sektorenkopplung behindern. Zu ihnen gehören:

  • Schwacher Rahmen zur Berechnung der CO2-Emissionsreduzierung bei Energiezugangsprojekten.
  • Mangel an Daten über das Verringerungspotenzial der CO2-Emissionen verschiedener Energiezugangstechnologien
  • Wenige Projektansätze, die auf die Generierung von CO2-Emissionsminderungszertifikaten abzielen.
  • Geringes Innovationspotenzial von Energiezugangsprojekten, die kohärente Klimaschutzkriterien in ihre Projektansätze integrieren wollen.

Zur Bewältigung von Challenge 2 sollten die Projektansätze mit mindestens einem der unten beschriebenen Unterthemen verknüpft sein.

Methodologie und Messsysteme

Ihr Projekt zielt darauf ab, eine Überwachungsmethode für CO2-Reduktionseffekte bei Energiezugangsprojekten zu entwickeln.

Daten

Ihr Projekt sammelt und verwendet Daten aus experimentellen Projektansätzen oder zu spezifischen Energiezugangstechnologien oder -konzepten.

Pilotierung

Ihr Projekt erprobt Projektansätze, die CO2-Emissionsminderungszertifikate generieren können (z.B. durch elektrisches Kochen oder produktive Nutzung).

Finanzierung von Adaptationen

Ihr Projekt zielt speziell auf den Zugang zu Finanzmitteln für die Anpassung an den Klimawandel durch messbare Auswirkungen auf die Anpassung an den Klimawandel ab.

Andere

Ihr Projekt behandelt ein Thema, das oben nicht aufgeführt ist, aber dennoch für Challenge 2 relevant ist. In diesem Fall geben Sie bitte das entsprechende Unterthema in Ihrem Antrag an.